Create work you love - Wie es klappt

Create work you love - Wie es klappt

Niv Nobacht ist Karrierecoach und aktuell mit seinem Programm „Create work you love“ unterwegs. Wir treffen ihn, um nachzufragen, warum man sein eigenes Tätigkeitsfeld schaffen sollte und wie genau dies funktioniert. Daraus erstanden ist (#1) eine Kurzanleitung für Menschen, die eine berufliche Veränderung anstreben und nun für die ersten Schritte bereit sind. Außerdem im Beitrag: Ein Web-Tool zur kostenlosen Stärkenbestimmung (#2) und drei Beispiele (#3 – #5)

#1 Create work you love

  • Create work you love: Es beginnt mit der Entscheidung, zuerst auf das zu schauen, was ich kann und dann daraus etwas zu erschaffen, wie z. B. ein Berufs- oder Tätigkeitsfeld. Mit der Entscheidung kommt eine veränderte Wahrnehmung und man befindet sich schon im Erschaffungsprozess.
  • Wie lange dauert die Suche, nach dem was ich kann? Das ist natürlich sehr individuell. Empfehlung ist, sich ca. einen Monat Zeit zunehmen und regelmäßig an den Erkenntnissen zu arbeiten, d. h. zu reflektieren, diese dann für eine Zeit reifen zu lassen und weiter auszuarbeiten. Dies kann einzeln oder mit einem Coach erfolgen, Niv erklärt im Video, wie Coaches begleiten.
  • Mein Umfeld ändert sich ständig und ich bin unzufrieden. Gibt es Hoffnung für mich? Veränderung und Krisen können auch gleichzeitig Möglichkeiten bieten, sein Leben zum besseren zu verändern. Diese Zeit könnte auch die Chance zur Reflektion darüber sein: Was will ich, was kann ich, was könnte mein nächstes Projekt sein?
  • Wie wichtig ist eine Auszeit? Raus gehen hilft immer: Ein Spaziergang am Sonntag, mit Stift und Papier oder ein Sabbatical nehmen. Insbesondere ein Tapetenwechsel, eine Änderung im Umfeld hilft. Man kommt auf neue Gedanken, spricht mit anderen Menschen, lernt neue Lösungsstrategien kennen.
  • Wie fühlt sich der Erschaffungsprozess an? Mal so, mal so. Wenn etwas Neues auf uns zukommt, stellen sich alle möglichen Emotionen ein – mal Ängstlichkeit, mal Freude. Das ist normal und die Emotionen zeigen, dass gerade etwas passiert. Die Emotionen sind ein guter Kompass. Sie zeigen auch, wenn man dem Ziel näher kommt. Die Arbeit fühlt sich gut an und es macht Spaß, morgens aufzustehen. Deshalb ist Achtsamkeit so wichtig.

#2 Stärken erkennen

Alles beginnt mit der Entscheidung, auf das zu schauen, was man kann. Doch wie kann genau kann man seine eigenen Stärken herausarbeiten? Niv geht im Interview auf die Rolle von Coaches ein. Es gibt aber auch frei verfügbare Materialien zum Selbststudium. Bei Talentif nutzen wir dazu den ProfilPASS, der bei der Ermittlung von Stärken und auch Interessen hilft. Er wurde vom DIE, dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung entworfen und das pdf kann hier kostenfrei heruntergeladen und ausgefüllt werden. Bei Interesse an dem Austausch mit anderen Karrierewechslern oder zertifizierten Coaches empfehlen wir die Anmeldung auf der Talentif Web-Plattform.

#3 Interessen und Hobbies zum Beruf machen

Ein grundlegender Berufswechsel ist beispielsweise der Neustart eines Mediziners, der nach vielen Jahren im Studium und der Arztpraxis diese verkaufte und sich nun ganz der IT-Branche widmet. Wir haben Fritz Gerhard getroffen, der vor 17 Jahren diesen Schritt machte und intuitiv Niv’s Ansatz von Create-work-you-love folgte. Er berichtet davon, wie seine Entscheidungsfindung war und was aus diesem mutigen Schritt geworden ist. Hier geht es zum Video-Interview

#4 Reflektion, Gespräche und die Entscheidung nach 12+ Monaten

Franziska hat sich nach 9 Jahren in der Werbebranche zur Kündigung entschlossen, um eine Ausbildung als Optikerin zu beginnen. Sie berichtet im Interview über ihren Entscheidungsprozess und wie sie sich finanziell abgesichert hat. Hier geht es zum Text-Interview.

#5 Wechsel des Umfelds – ein Umzug nach Israel

Der Anwalt Paul Jacobson zieht mit seiner Familie von den USA nach Israel. Und er weiß, dass sich nicht nur privat, sondern auch beruflich Änderungen abzeichnen. Was genau sein neues Berufsfeld sein wird, ist noch völlig im Dunkeln. Er hat Jura und Philosophie studiert und war 14 Jahre als Anwalt tätig. Er war sehr erfolgreich und bemerkte seine Leidenschaft für Sprachen und der exakten Formulierung von Sätzen. Der Aufbruch nach Israel begann und er entdeckte dort für sich die Arbeit als Content-Marketing-Specialist. Auf der Junior-Position, versteht sich. Hier sehen wir, wie sich eine Änderung des Umfelds auswirken kann, einer der Bausteine aus Niv’s ‚Create-work-you-love‘-Strategie. In seinem Artikel spricht Paul Jacobson darüber, wie er seine Leidenschaft mit der Zeit in den USA entdeckte und wie er erst in Israel damit begann, sie Vollzeit einzusetzen. Zum Artikel (auf englisch).

Irina hat selbst einen abenteuerlichen Karrierepfad als Beraterin, Bankerin, Gründerin beschritten und in Myanmar, Kenia, Nigeria und Paraguay gearbeitet. Sie hat ihr Studium in BWL und VWL abgeschlossen und lebt zur Zeit in Berlin.
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